Coverdarstellung

Thomas Kemnitz / Peter Rentsch

Führungskomplex Falkenhagen

fotografische Perspektiven und militärhistorische Aspekte

edition vimudeap Volume 2
24,4 x 16 cm, Softcover, Fadenheftung, 96 S
64 Abbildungen 4farbig, 13 Abbildungen 1farbig
1. Auflage, März 2005
 
ISBN13: 978-3-00-015534-5
ISBN10: 3-00-015534-1
 
9,90 EUR 
 
Im Mittelpunkt des Bild-Text-Bandes steht die bis 1992 genutzte geheime Führungsstelle der sowjetischen Streitkräfte bei Falkenhagen im Land Brandenburg.

Die Geschichte der Liegenschaft reicht bis in die 1930er Jahre zurück. Die Nazis errichteten unter dem Namen »Seewerk« einen riesigen unterirdischen Produktionsbunker und stellten dort eine als »N-Stoff« bezeichnete Substanz her. Anfang der 1940er Jahre wurde begonnen, auch Anlagen zur industriellen Großproduktion des Kampfstoffes »Sarin« zu errichten. Diese Anlagen wurden nicht fertiggestellt. Der größte Teil der errichteten Produktionsanlagen wurden noch vor dem Ende des 2. Weltkrieges demontiert.
Von 1945 bis 1992 nutzen die sowjetischen Truppen die leeren unter- und oberirdischen Bauten für ihre Zwecke. Der einstige Produktionsbunker wurde mit gewaltigem Aufwand zu einem ABC-Waffen sicheren Führungsbunker umgebaut. Die oberirdische Bauten wurden umgenutzt und durch zahlreiche Neubauten ergänzt. Mit ihrem Abzug im Jahre 1992 übergaben die russischen Truppen den deutschen Behörden ein bis heute leerstehendes Objekt von einst strategischer Bedeutung.

Die trotz Geheimhaltung und Rückbau noch immer ablesbaren Spuren stehen im Mittelpunkt des Buches. In drei Bild-Teilen entsteht aus Bildpaaren und Panoramen ein vielschichtiges Bild des Objektes und seiner Nutzer. Kurztexte unterstützen die Bildaussagen. Den Bild-Teilen sind zwei ausführliche Text-Teile zugeordnet, die eine militärhistorische Einordnung der sowjetischen Nutzungsperiode vornehmen und die sich daraus ergebenden wichtigsten baulichen Änderungen benennen. Ein Luftbild und ein Lageplan vervollständigen das Gesamtbild.
 
 
Versuch einer militärhistorischen Einordnung
Der Text beschreibt die Zusammenhänge zwischen den geopolitischen und militärischen Entwicklungen in der Zeit des Kalten Krieges und den Umnutzungs- und Umbauperioden des Standortes Falkenhagen durch die sowjetischen Streitkräfte.

Beispiel 1 Seite 6-7

 
 
Bildpaare aus Innenaufnahmen der Gebäude
Zehn Bildpaare vermitteln dem Betrachter ein vielschichtiges Bild des Standortes. Neben zahlreichen Spuren des militärischen Lebens in dieser umgenutzten Industrieanlage, lassen sich auch private Aspekte entdecken. Es wurden Details dokumentiert, die den Einfallsreichtum und das Improvisationsvermögen der sowjetischen Nutzer zeigen. Kurze Texte verdichten den Informationsgehalt des jeweiligen Bildes. Per Seitenzahl ist es mit der korrespondierenden Aussenaufnahme verlinkt.

Beispiel 3 Seite 34-35
 
 
Der Umbau zum Führungskomplex
Der Text beschreibt die Veränderungen in der wichtigsten Umbauphase von 1979 bis 1982 und würdigt den Umbau des einstigen Produktionsbunkers zur Führungsstelle als außergewöhnliche Leistung.
 
 

Bildteil Bunkeranlage
Die riesige vieretagige Bunkeranlage ist das Herzstück der Liegenschaft. In 14 Fotografien und Erläuterungstexten werden die wichtigsten Räume vorgestellt. Die fotografische Inszenierung der sonst dunklen Räume ermöglicht deren detaillierte Betrachtung.
 
Beispiel 4 Seite 50-51

 
 
Luftbild und Gebäudeplan Ein aktuelles Luftbild und ein darauf beruhender Gebäudeplan geben einen Überblick über die räumlichen Dimensionen und die Struktur des Standortes. Die Gebäude sind nach ihrer ursprünglichen Verwendung unterschieden und entsprechend ihrer letzten Nutzung bezeichnet.

Beispiel 6 Seite 64-65

 
 
Panoramaaufnahmen einzelner Gebäude
Durch 12 Panoramaaufnahmen und erläuternde Bildunterschriften werden die wichtigsten Gebäude des Objektes in ihrem räumlichen Kontext vorgestellt. Per Seitenzahl sind diese Außenaufnahmen mit den entsprechenden Innenaufnahmen verlinkt. In zugeordneten Luftbildausschnitten ist die fotografische Aufnahmeperspektive skizziert.

Beispiel 7 Seite 68-69